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„Ich bin im Departement Oise in der Picardie aufgewachsen. In der Schule hörte ich dem Schulmeister oft gar nicht zu und widmete mich lieber meiner großen Leidenschaft, die schon damals begann: dem Zeichnen! Ich interessierte mich sehr für Geschichte und wie viele kleine Jungen meines Alters war ich von Schlössern richtig fasziniert. Nach und nach interessierte ich mich auch für die Abteien, Kirchen und Kathedralen der Picardie. In dieser Region herrscht daran ja wirklich kein Mangel! Die ganze Picardie besteht aus Nebeln und abgestuften Farbtönen, ihre Landschaften laden ein zur Ruhe und zu innerem Frieden. Ganz am Anfang meiner Malerkarriere arbeitete ich fast nur mit Öl- und Acrylfarben. Später entdeckte ich das Aquarell und ich merkte, wie gut sich diese Technik für die Landschaften der Picardie eignet: die Farbtöne der Landschaften sind verschwommen und unglaublich subtil. Und außerdem ist die Aquarellmalerei eine natürliche, instinktive Malerei: ein bisschen Papier, Farbpigmente und Wasser, und schon können Sie die Welt auf die Leinwand bannen…” Ich habe ein kleines Ritual, das mir wichtig ist und das ich stets einhalte: Wenn ich anhalte, um ein Monument oder die Schönheit einer Landschaft der Picardie festzuhalten, nehme ich ein wenig Wasser aus einem nahe gelegenen Bach oder einem Fluss und benutze es zum Verdünnen meiner Farben. Meine Malerei ist auf diese Weise ein Teil der Umgebung und deshalb schöner und echter. Natürlich male ich gerne die großen Monumente, die grandiosen Kathedralen, die Abteien, die Kirchen und Schlösser… aber ich versetze mich an die Stelle der Leute, die die Picardie gerade frisch entdecken und ich sage mir, dass man nicht immer unbedingt an die atemberaubendsten Monumente erinnert, sondern vielmehr an ein Ambiente, an Begegnungen, Gerüche… immaterielle Dinge, die man nur schwer auf eine Leinwand bannen kann. Aber ich versuche jeden Tag, dieses Problem zu lösen: meine Aquarelle von historischen Monumenten sollen eine Emotion ausstrahlen. Wenn man durch Senlis spaziert, kann man sich dem Zauber der Kathedrale nur schwer entziehen. Aber was ich besonders gern male, sind die kleinen, ungewöhnlichen Dinge, die intimer sind, die man jeden Tag sieht, ohne sich unbedingt ihrer Schönheit bewusst zu werden. In Senlis zum Beispiel nehme ich gerne die kleinen versteckten Gassen als Motiv, deren Ambiente einen gleich beim ersten Schritt fasziniert und die einen in die Vergangenheit zurückversetzt. Ich gehe gerne auf Entdeckungsreise und sehe mir Kirchen und Monumente an, die sich seit Menschengedenken nicht mehr verändert haben. Manchmal finde ich in den Ruinen Stuckbruchstücke, auf denen noch Teile von Fresken zu sehen sind und Überreste der Polychromie einer Statue. Das sind jedes Mal Momente von großer emotioneller Intensität.”

Claude LAROSA (CREPY-EN-VALOIS)
Kunstmaler

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