Die Picardie, Wiege der Gotik

„Die Picardie ist wirklich die gotische Region par excellence. Auf ihrem Boden wurden die innovativsten Gebäude jener Zeit errichtet. Die Kathedrale von Amiens ist die größte Kathedrale Frankreichs, die von Beauvais die höchste. Die sechs Kathedralen decken die gesamte Geschichte der gotischen Architektur von ihren Anfängen bis zur Blütezeit der Flamboyant-Gotik ab, die eine echte achitektonische Neuerung darstellt“ - Jacques Thiébaut, Die gotischen Kathedralen in der Picardie

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Die Picardie, Wiege der Gotik

Zwar schmiedet sich die Picardie ihr Image als grüne Lunge Nordeuropas, doch verdankt sie ihr internationales Ansehen auch der gotischen Kunst. Die vom 12. bis 16. Jahrhundert errichteten Kathedralen, Kirchen sowie die gotischen Schlösser der Picardie spiegeln das wirtschaftliche und demografische Wachstum dieser Kontaktzone zwischen Flandern und Paris sowie das Know-how und die Praktiken ihrer Erbauer wider. Die Bischöfe und Adligen nutzten den Reichtum des Bodens, der Wälder und der Steinbrüche, um die Baustellen der Kathedralen und Schlösser zu finanzieren und zu versorgen. Diese großen Bauwerke vergrößerten auch ihren Einfluss auf die gesamte Picardie und die umliegenden Baustellen und förderten den Bau kleiner Gebäude – Kirchen und Wohnhäuser – die auf ihrem Niveau zur Ausbreitung und Entwicklung gotischer Formen und Techniken beitrugen.

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Die Kunst der Grandeur und der Vielfältigkeit

Grandeur und Vielfältigkeit zeigen sich in der Erneuerung, die der gotische Stil im Laufe der Jahrhunderte an den Tag legte. Die Bauherren, denen Originalität am Herzen lag, regten tatsächlich zu einer beständigen Veränderung der Formen an; daher bieten die Kathedralen von Noyon bis Senlis, von Soissons bis Laon, von Beauvais bis Amiens das repräsentativste Spektrum gotischer Stile. Sie filtern den jahrtausendealten picardischen Himmel: Notre-Dame d'Amiens, die von John Ruskin und seinem Übersetzer Marcel Proust die „Bibel aus Stein“ genannt wurde, die Kathedrale von Laon (1150-1240), die den subtilen Übergang von der Romanik zur Gotik demonstriert, die von Soissons (1190-1250), die erstmals homogene Joche aufweist, die von Noyon (1150-1231), die mit halbkreisförmigen Strukturen und geteilten Wänden spielt, oder der fantastische Chor von Beauvais (1225-1272), der allein die Größe einer Stiftskirche hat.

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Rätsel und Geheimnisse der picardischen Kathedralen

Von den ersten gotischen Kathedralen bis zu den einfachsten Kapellen und Klöstern, von den Anfängen der gotischen Kunst bis zur technischen Perfektion der Flamboyant-Architektur – die großen weißen Damen, die mit Rosen der Picardie übersät sind, erzählen von dem, was weit mehr als eine Kunst war: eine lebhafte, technologische Denkweise. Hinter dem Entwurf einer Fassade, der Position oder der Anzahl der Säulen oder der Orientierung eines Vorplatzes verbergen sich faszinierende Rätsel, eine unglaublich ausgefeilte, inszenierte Symbolik. Unsere Vorfahren überließen nichts dem Zufall. Der Ausdruck ihres Glaubens und ihre Spiritualität findet sich heute in den Mauern, die sie erbaut haben und die aus diesen Kathedralen eine unendlich perfekte Verbindung zwischen Gott und dem Menschen gemacht haben.

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Comité Régional du Tourisme de Picardie, 3 rue Vincent Auriol, 80011 AMIENS Cedex 1
Téléphone : (00 33 3) 22 22 33 66 - Télécopie : (00 33 3) 22 22 33 67 - contact@picardietourisme.com
Site internet : www.picardietourisme.com

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