Die Schlachten am Chemin des Dames

Der Chemin der Dames ist ein Kammweg oberhalb der Täler von Aisne und Ailette, der über den historischen Aspekt hinaus herrliche Aussichten bietet. Dieser Weg wird vor allem mit den schrecklichen Schlachten des Großen Krieges in Verbindung gebracht. Entlang der 35 km langen Strecke wurden acht Stätten angelegt, an denen das Theater der großen Offensiven entdeckt werden kann.

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Woher kommt der Name „Chemin des Dames“?

Der Chemin des Dames ist seit langem eine strategische Route und ein außergewöhnlicher Wehrgang. Die Töchter Ludwigs XV., Marie-Adélaïde und Victoire, die auch „Mesdames de France“ genannt wurden, benutzten diesen Weg, um zu ihrer Gouvernante auf Schloss Bove in der Nähe von Vauclair zu gelangen. Um das Durchkommen der königlichen Kutsche zu erleichtern, sollen sie durchgesetzt haben, dass der schlechte Weg auf dem Plateau gepflastert wurde. Nach ihnen wurde der Weg dann benannt: Chemin des Dames.

Aber erst der Große Krieg 1914-18 verewigte diese Bezeichnung, genauer gesagt, das Scheitern der Nivelle-Offensive, das die Meutereien von 1917 auslöste.

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Die Schlacht am Chemin des Dames

Die Schlacht am Chemin des Dames oder die Zweite Aisne-Schlacht begann am 16. April 1917 mit einem Versuch der Franzosen, unter dem Befehl von General Nivelle die deutsche Front zwischen Reims und Laon zu durchbrechen. Trotz des Einsatzes der ersten Panzer und eines intensiven Trommelfeuers der Artillerie endete diese Offensive, die das Vorspiel zum endgültigen Sieg sein sollte, mit einem blutigen Misserfolg. Nigelle setzte sich jedoch in den Kopf, den Angriff noch einen Monat fortzusetzen, was zu beträchtlichen menschlichen Verlusten führte. Diese Niederlage wurde der Inbegriff der moralischen Krise, die zu den Meutereien führte, die im „Chanson de Craonne“ besungen werden. Als Nivelle am 15. Mai 1917 abgesetzt wurde, übernahm Pétain das Kommando.

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Die „Creutes“ am Chemin des Dames

„Creutes“ werden die unterirdischen Steinbrüche an den Hängen der Hügel genannt, in denen seit der gallo-romanischen Zeit Bausteine abgebaut wurden. Während des Infernos am Chemin des Dames dienten die „Creutes“ als Rast- und Schutzorte für Tausende von Soldaten, die dort an beiden Seiten der Front Unterschlupf suchten. Die verschiedenen Armeen versahen die Höhlen mit diversen Inneneinrichtungen: Schlafsäle, Speisesäle, Krankenstationen, Kommandoposten usw.

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Die Drachenhöhle

Ab 1915 nannte die deutsche Armee eine dieser „Creutes“ die „Drachenhöhle“, weil sie zahlreiche „Feuermünder“ (Öffnungen, hinter denen Kanonen und Artilleriegeschütze positioniert waren) hatte. Sie wandelten sie in eine wahrhaftige unterirdische Kaserne um, in der es nicht nur Schieß- und Kommandoposten, sondern auch Unterkünfte gab. Von Mitte September bis zum 2. November 1917 wohnten Franzosen und Deutsch hier nebeneinander, zu beiden Seiten der Verteidigungsmauer, welche die Deutschen im Innern errichtet hatten.

Die Drachenhöhle, die sich auf dem Chemin des Dames befindet, ist heute als Museum der Erinnerung eingerichtet und zeigt das tägliche Leben der Soldaten. Die Stätte überragt das Aisne-Tal und bietet auch ein herrliches Panorama.

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