Was ist das Gütezeichen Tourisme et Handicap

Jeder kann irgendwann in seinem Leben in eine Situation der Behinderung kommen. Egal ob die Behinderung irreversibel oder vorübergehend ist, ob sie durch körperliche oder sensorische Schwäche oder durch die Umwelt verursacht wird - sie muss durch entsprechende Einrichtungen kompensiert werden. An die Zugänglichkeit zu denken bedeutet auch zur Verbesserung der Lebensbedingungen im Alltag beizutragen.

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Warum ein Gütezeichen?

Der freie Zugang zu Ferien-, Sport- und Freizeiteinrichtungen ist wesentlich für die soziale Integration und die persönliche Entfaltung von Behinderten.
Er ist ein Grundrecht, das im so genannten Gesetz zum Kampf gegen Ausschließung vom 29. Juli 1998 festgeschrieben wurde.
Jede Person, die sich definitiv oder vorübergehend in einer Situation der Behinderung befindet, muss die Freiheit haben, autonom touristische Aktivitäten, Infrastrukturen und Orte zu nutzen.
Der Verein „Tourisme et Handicaps“, der vom Ministerium für Fremdenverkehr unterstützt wird, verfolgt dieses Ziel seit 2001 mit der Schaffung des Gütezeichens „Tourisme et Handicap“ (Tourismus und Behinderung).
In der Picardie beteiligen sich die Délégation Régionale au Tourisme (Regionalausschuss für Tourismus), das Comité Régional und die Comités Départementaux du Tourisme (regionales Fremdenverkehrsgremium und Departmentausschüsse für Tourismus), sowie alle Fremdenverkehrsämter an der Entwicklung dieses Gütezeichens.
Dadurch dass das Gütezeichen „Tourisme et Handicap“ einen behindertengerechten Empfang garantiert, reagiert es auf die Nachfrage von Personen mit besonderen Anforderungen, die in der Lage sein möchten, die Art ihrer Ferien selbst zu bestimmen, sich zu erholen, allein, mit der Familie oder mit Freunden wegzufahren, wohin sie wollen, und vor allem wie die anderen und mit den anderen.

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An wen richtet sich das Gütezeichen „Tourisme et Handicap?“

Ein wesentlicher Fortschritt des Gütezeichens „Tourisme et Handicap“ ist die Berücksichtigung von vier Arten von Behinderungen: Hör-, Geh-, Seh- und geistige Behinderung.
Darüber hinaus beschränkt sich das Gütezeichen nicht nur auf behinderte Personen, sondern richtet sich an alle Personen, die im weiteren Sinne besonderen Bedarf haben.
Von den behindertengerechten Einrichtungen profitiert ein großer Teil der Bevölkerung: zum Beispiel ältere Personen, Familien, die ihr Kind im Kinderwagen spazieren fahren, Schwangere, kleinwüchsige Personen usw.
Durch das Gütezeichen erhalten alle diese Kunden mit besonderen Anforderungen zuverlässige, objektive Informationen über die Zugänglichkeit von touristischen und Freizeiteinrichtungen.

Als Beweis für die Qualität der Dienstleistung garantiert das Gütezeichen „Tourisme et Handicap“ einen autonomen Zugang und einen behindertengerechten Empfang. Alle im Tourismus Tätigen können mit ihrem Betrieb an diesem Programm teilnehmen:

- Beherbergungsstätten (Hotels, Gästezimmer, möblierte Zimmer, Ferienhäuser auf dem Land, Campingplätze, Ferienheime, Feriendörfer usw.)
- Restaurants
- Sehenswürdigkeiten (Museen, Ausstellungsräume, Denkmäler, Schlösser, Parks und Gärten usw.)
- Freizeiteinrichtungen mit touristischer Bestimmung (Theater, Schwimmbad, Themenpark, Lehrbauernhof, Freizeitpark, Strände und Freibäder, Wanderwege usw.)
- Fremdenverkehrsbüros

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Das Verfahren der Gütezeichenvergabe

Wer sind die Gutachter? Welche Rolle haben sie?

Die Gütezeichenvergabe setzt eine Analyse der Ausstattungen durch Gutachter (évaluateurs) voraus (siehe unten stehende Aussage. Die Bewertung erfolgt anhand eines detaillierten Rasters, das ausgehend von einem nationalen Bezugssystem aufgestellt wurde. Beim Besuch bei Ihnen werden die Gutachter verschiedene Kriterien festhalten, die zum Ziel haben, die Ausrüstungen zu identifizieren, wo behinderte Touristen die angebotenen Dienstleistungen so selbstständig wie möglich nutzen können, und dies für jede Art der Behinderung.

Wer vergibt das Gütezeichen?

Es ist die regionale Instanz für die Beratung und die Vergabe des Gütezeichens „Tourisme et Handicap“. Sie wird vom Comité régional du tourisme geleitet wird, das Ihr Ansprechpartner ist. Diese Instanz beachtet das Prinzip der Stimmengleichheit zwischen Akteuren der Bereiche Tourismus und Behinderung: ein Tourismuskolleg, das sich aus dem Comité régional du tourisme und drei Comités départementaux du tourisme zusammensetzt; und ein Behindertenkolleg, das sich aus Mitgliedern von Verbänden zusammensetzt, die die vier Behinderungsarten vertreten. Den gemeinsamen Vorsitz übernehmen die Délégation régionale du tourisme und der Conseil régional.

Welche Gültigkeit hat das Gütezeichen?

Der Verein „Tourisme et Handicap“ vergibt das Gütezeichen und händigt eine Charta, die das Engagement des Gütezeichenempfängers beschreibt, aus, d. h. einen Vertrag mit Verpflichtungen, die den Empfang und den Erhalt einer permanenten Zugänglichkeit des Ortes garantieren. Das Gütezeichen kann für ein, zwei, drei oder vier Behinderungen (Geh-, Seh-, Hör-, geistige Behinderung) vergeben werden, die jeweils durch ein bestimmtes Piktogramm gekennzeichnet sind. Es wird für eine Dauer von maximal fünf Jahren vergeben, und kann nach Kontrolle der Aufrechterhaltung der Kriterien für den Empfang und die Zugänglichkeit verlängert werden.

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Aussage einer Gutachterin: Audrey Labruyère, Union Départementale des Offices de Tourisme et Syndicats d’Initiative de l’Aisne

Wenn touristische Einrichtungen das Gütezeichen erhalten möchten, müssen sie Kontakt zum Comité Régional du Tourisme aufnehmen, das ihnen einen Fragebogen zur Selbstbewertung zusendet. Nach Erhalt und Analyse desselben, schickt das CRT ein Zweierteam, das sich aus einem Tourismusexperten und einem Vertreter der Behinderten zusammensetzt, zur Besichtigung des Ortes. Diese speziell ausgebildeten Gutachter legen der regionalen Kommission ein Gutachten vor. Wenn es als positiv erachtet wird, entscheidet anschließend die nationale Kommission und zertifiziert die Gütezeichenvergabe durch die Unterzeichnung einer Charta. Anderenfalls übergibt die regionale Kommission dem Antragsteller einen Bericht, der seine Stärken und Schwächen aufzählt, und gibt ihm dadurch die Möglichkeit, die notwendigen Änderungen vorzunehmen, um das Gütezeichen zu erhalten.

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Comité Régional du Tourisme de Picardie, 3 rue Vincent Auriol, 80011 AMIENS Cedex 1
Téléphone : (00 33 3) 22 22 33 66 - Télécopie : (00 33 3) 22 22 33 67 - contact@picardietourisme.com
Site internet : www.picardietourisme.com

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