Picardie : Land der Erinnerung

Zwischen Flandern und Paris war die Picardie lange Zeit Grenzland, ständig auf der Hut. Das ganze Königreich, insbesondere Paris, für das die Picardie das letzte Bollwerk darstellte, verließen sich auf dieses Gebiet. Als permanentes Schlachtfeld und Land der Invasionen war die Picardie gezwungen, eine Kultur lebensnotwendiger Befestigungsanlagen zu entwickeln (wie die befestigten Kirchen von Thiérache oder die Befestigungsanlagen von Vauban). Sie ist geplündert, verwüstet, in Schutt und Asche gelegt worden.
Der Höhepunkt wurde mit den beiden Weltkriegen erreicht, insbesondere dem ersten, dem „Großen Krieg“, als die Frontlinie durch die Departements Somme und Aisne verlief. Diese Prüfungen haben dazu geführt, dass der Pikarde sehr markante Charakterzüge entwickelt hat. Er ist misstrauisch, in sich zurückgezogen, handelt aber edel, taktvoll, treu und versteht es gut, die Dinge zu verinnerlichen: In ihrem Buch „Leib und Seele der Picardie“ fasst Sophie de Paillette die Eigenschaften des Pikarden folgendermaßen gelungen zusammen: „er hat das Temperament einer unterirdischen Kathedrale“.
Wenn man die Kriege und die Leiden vergisst, die er erlebt hat, kann man den Pikarden nicht verstehen“, stellt auch der Historiker Philippe Nivet fest. Ungewollt ist die Picardie, Schauplatz der Blutbäder, zum Friedhof Europas geworden. Hier gewinnt das Wort ‘Achtung’ seine ganze Bedeutung. Die Erinnerung wach halten bedeutet, große Achtung vor der Vergangenheit zu haben. „Es gibt ein Bestreben, künftige Generationen derart zu erziehen und zu bilden, dass sie keinen Verrat begehen“ erläutert Yves Fohlen, Führer in der Caverne du Dragon im Departement Aisne.

Als mir hier eine Stelle angeboten wurde, habe ich sofort zugesagt. Ich liebe diese Gegend mit ihrer diskreten Schönheit, weit entfernt der lärmenden Touristenorte. (…) Es ist sehr bewegend, diese Gräben zu sehen und sich vorzustellen, welch unmenschliche Kraft die Soldaten beseelt haben muss, um sich aus den Gräben zu wagen und in die Schlachten zu stürzen,“ gibt Arlène King im Mémorial von Beaumont-Hamel im Département Somme zu bedenken.
Viele Rundgänge und Stätten wurden erschlossen, um die Erinnerung an die Schlachten wach zu halten. Die Erläuterungen der Führer, die diese Erinnerung wach halten wollen und sollen, sind immer bewegend. Das gilt für den Chemin des Dames in Département Aisne, wie auch für die Schlachtfelder der Somme (Thiepval, Froissy, Villers-Bretonneux, La Boisselle, Pozières oder das Historial de la Grande Guerre in Péronne, den Höhepunkt auf dem Rundweg der Erinnerung ...).
Im Wald von Compiègne wurde der Waffenstillstandswagen originalgetreu wiederhergestellt. So ist wird man sich leichter bewusst, welchen Stellenwert der 11. November heute in der Welt einnimmt. Diese Stätten der Vergangenheit prägen auf ewig die Dankbarkeit und unendliche Achtung einer ganzen Region. Ein Museum, ein Monument, eine Stehle, ein Kreuz, hier und da ein eingravierter Name ... die Erinnerung an die Männer, die hier ihr Leben für die Freiheit nachfolgender Generationen gelassen haben wird in Ehren gehalten, wie es sich gehört und geht ein in die Unendlichkeit der Zeit.

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